1:12!

Was wir heute über die UBS in der Zeitung lesen müssen, ist ein Hohn. Ein Affront allen Menschen gegenüber, die täglich arbeiten gehen und ehrlich ihr Geld verdienen. Und vor allem ist es eine Frechheit denjenigen Menschen gegenüber, die ihren Job verloren haben oder die um ihren Job bangen. Menschen, die jeden Franken drei Mal in der Hand umdrehen müssen, bevor sie ihn ausgeben.

Doch was kümmert das die Mächtigen in diesem Land? Sie kürzen Arbeitslosengelder - betroffen sind vor allem die Jungen - weil die ALV mit einem Schuldenberg von 9 Milliarden zu kämpfen hat. Aber erinnern wir uns doch: Der UBS schenkte das gleiche Parlament 2008 so schnell mal 68 Milliarden Franken (68'000 Millionen!!), ohne jegliche Auflagen und Konsequenzen für die Verantwortlichen. Und nun dies: Die UBS zahlt für das Jahr 2009 3 Milliarden Franken Boni aus! Hinzu kommen laut dem Geschäftsbericht, der diese Woche erschien, 1,6 Milliarden Zusatzboni!

Im Bankenjargon heissen die Boni leistungsabhängige Vergütungen. Leistungsabhängig heisst: Je besser die Leistung desto grösser die Vergütung. Und die Argumentation, weshalb jetzt so viel Lohn und Boni ausbezahlt werden lautet: Der UBS geht es wieder besser. Komisch ist nur, dass auch die sechs abtretenden Konzernleitungsmitglieder insgesamt 41,3 Millionen Franken Entschädigung erhalten. Für ihre ach so tolle Leistung?

Wir müssen uns aber fragen: Wem haben wir es zu verdanken, dass die UBS nicht hops ging? Wirklich dieser 13-köpfigen Konzernspitze, die jetzt 86,7 Millionen einsackt? Oder gar den ehemaligen Konzernleitungsmitglieder, welche die UBS jahrelang konsequent auf den Abgrund zugesteuert haben? Nein, wir wissen: Eigentlich hätten wir alle die leistungsabhängigen Vergütungen verdient. Schliesslich kann die UBS nur, und wirklich nur dank den 68 Milliarden Franken weiter wirtschaften, die wir ihr alle mit unseren Steuergeldern bezahlt haben. Aber wir kennen das Spiel leider schon: Gewinne den Privaten, aber die Verluste muss der Staat tragen. Ich frag mich wirklich: In was für einer Welt leben wir eigentlich?

Umso schöner ist es zu wissen, dass man ein Mittel gegen diese Ungerechtigkeit hat. Dieses Mittel heisst 1:12! Mit unserer Initiative, die verlangt, dass in einem Unternehmen der höchst ausbezahlte Lohn nicht mehr als 12 Mal so hoch sein darf, wie der tiefste im Unternehmen ausbezahlte Lohn, schieben wir diesem perversen Spiel einen Riegel. Herr Grübel (UBS Konzernchef) dürfte also in einem Monat nicht mehr verdienen als Herr Müller (UBS KV Angestellter) im ganzen Jahr. Genau deshalb ist der Ansporn gross für die 1:12 Initiative für gerechte Löhne auf die Strasse zu gehen, um dieses perfide System zu ändern.

Die nächsten Termine

Newsletter SP Stadt Zürich

Bleiben Sie auf dem Laufenden!

Mehr Informationen zur SP