Bellerivestrasse: Am Volks- und Quartierwillen vorbei

Filippo Leutenegger plant mal wieder am Volk vorbei. Trotz Annahme der Städte- und Veloinitiative und entgegen dem ausdrücklichen Willen des Quartiers, wird mit der Sanierung der Bellerivestrasse der untragbare verkehrspolitische Status quo bewahrt. Velofahrende, die lärmgeplagte Quartierbevölkerung und Fussgängerinnen und Fussgänger haben das Nachsehen.

Die Stadtzürcher Bevölkerung hat sich wiederholt für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik ausgesprochen. Der Autoverkehr und Lärmimissionen sollen reduziert, Velowege und Flanierzonen hingegen ausgebaut werden. Die Sanierung der Bellerivestrasse mit ihren täglich 25‘000 verkehrenden Fahrzeugen, bietet die ideale Gelegenheit für eine verkehrspolitische Weichenstellung, doch diese Chance wurde einmal mehr kläglich vergeben.

Kurzsichtige Planung
Der Trend in der Stadt Zürich ist eindeutig: immer weniger Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner besitzen ein Auto, der Veloverkehr hingegen geniesst steigende Beliebtheit. Das Beharren auf dem verkehrspolitischen Status quo ist deshalb nicht nur unökologisch, sondern zielt auch an den Bedürfnissen der Menschen dieser Stadt vorbei.
Die heute im Wesentlichen vierspurige Führung der Bellerivestrasse richtet ihre grosse Kapazität auf wenige Spitzenstunden aus. Gerade im Bereich des rechten Zürichseeufers ist der Verkehr allerdings in einem starken Umbruch begriffen. Velofahren in der Stadt Zürich, aber auch entlang der Strasse am rechten Zürichseeufer boomt und der öffentliche Verkehr soll massiv ausgebaut werden. Auch der Trend zu Elektrovelos führt dazu, dass Velofahrende zunehmend längere Pendlerdistanzen zurücklegen. Mit einer attraktiven Veloroute entlang des rechten Zürichseeufers bis in die Stadt Zürich hinein liesse sich der Veloboom entsprechend nutzen. Leider bestätigt Filippo Leutenegger einmal mehr, dass er und sein Departement von einer auch nur ansatzweise langfristigen Verkehrsplanung meilenweit entfernt sind.

An Volk und Quartier vorbei
Der Wille der Quartierbevölkerung ist unmissverständlich: sie wollen weniger Lärm und Abgase, dafür mehr Platz für Velowege sowie eine bessere Anbindung an die Seepromenade und den Sechseläutenplatz. Die SP unterstützt diese Anliegen. Die vom Quartier geforderte Einführung von Tempo 30 zur Reduktion der Lärmbelastung und der Abbau von vier auf zwei Spuren wären überfällig. Filippo Leutenegger gewichtet die Bedürfnisse der Autofahrenden höher und ignoriert die Wünsche aus dem Quartier. Gleichzeitig setzt er sich auch über die von der Zürcher Stimmbevölkerung per Städte- und Veloinitiative in Auftrag gegeben Ziele hinweg. Angesichts dieser Haltung gegenüber der Bevölkerung, muss man wohl schon froh sein, dass zumindest die unsinnige Behelfsbrücke über den See im bereits gut gefüllten Papierkorb für medienwirksam lancierte Ankündigungen gelandet ist.

Weitere Auskünfte erteilen

Simone Brander, Gemeinderätin SP 10, 076 416 94 94
Marco Denoth, Co-Präsident SP Stadt Zürich, 079 407 70 77

Abstimmungen vom 24. September 2017

Bund

Kanton Zürich

  • NEIN zum Integrationsstopp (Sozialhilfegesetz)
  • Ja zur Senkung des Pendelerabzugs (Steuergesetz)
  • NEIN zum Gegenvorschlag zur Anti-Stauinitiative
  • Ja zur Heimfinanzierung

Stadt Zürich

  • JA zum Bundesasylzentrum
  • Ja zum Cabaret Voltaire
  • Ja zur rationellen Verwendung von Elektrizität
  • Ja zum Rahmenkredit für Energieerzeugungsanlagen


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25.08.2017 - 18:00
26.08.2017 - 18:00

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