Über Fahnen

Portrait von Marco Denoth

Vor ein paar Wochen stand ich vor dem Besucherzentrum von Cape Canaveral in Florida. Es war kurz vor neun – um neun öffnet das Center. Punkt neun dann kündigt eine tiefe Stimme an, dass die US-Hymne ertönen wird. So richteten alle Personen ihren Blick auf die Fahne mit den Stars and Stripes, fassten sich ans Herz und sangen eine mehr andere weniger kräftig mit. Und ich stand da, ebenfalls den Blick auf die blau-weiss-rote Fahne gerichtet und versuchte nachzuvollziehen, was in den Köpfen der Leute um mich herum abging. Wäre ich in der Lage, so dazustehen und mitzusingen, wenn wir auch so einen Lügentrump hätten?

Aber anscheinend funktioniert dies hier bei uns ebenfalls. Jede SVP-Versammlung wird mit Schweizerpsalm eröffnet und/oder geschossen, obwohl ja scheinbar alles in der Schweiz schiefzugehen scheint. Mir wird fast schlecht, wenn ich Bilder von Blocher und Co sehe, wie sie vollbrünstig die Hymne – natürlich auch mit der Hand auf dem Herz- runterbrüllen, aber gleichzeitig mit ihren politischen Aktionen unser Land kaputt machen. Warum machen wir das eigentlich nicht auch? Ich glaube, wir müssen nicht. Wir SP-ler_innen dienen auf eine Art und Weise unserem Land, sodass wir unseren Patriotismus nicht derart billig und plakativ demonstrieren müssen.

Schon im Fahnenreglement der Schweizer Armee haben wir Schweizer_innen eine lockere Art zur Schweizer Fahne. So ist sie zu waschen, wenn sie dreckig ist. Hingegen in Bolivien muss sie bei Verschmutzung zeremoniell verbrannt werden. Als ehemaliger Fähnrich beim Militär habe ich aber trotzdem einen Bezug zur Fahne. Ich habe mit der Fahne repräsentiert, da ich damit einen Respekt vor unseren und meinen Werten für unser Land zollen konnte. Genau so fühlte ich auch gegenüber unserer Partei, als ich mit der SP-Fahne letzten Samstag an der Pride durch Zürich marschierte. Dieser Umzug sollte durch linksautonome gestört werden. Sie blockierten den Credit Suisse- sowie den UBS-Wagen und beschimpften alle Parteien mit unverständlichen Slogans. Aber als eine dieser Personen mir meine SP-Fahne entriss , sie nach Rückgabeauffoderungen zerbrach und mir vor die Füsse warf, ging in mir etwas kaputt. Wirft mir diese Person die Werte der SP vor die Füsse? Geht es so zum Beispiel darum, dass die Stadt Zürich Geld von CS und UBS nimmt? Wie zum Beispiel die alternative Pride-Party im Kochareal von allen Besucher_innen Geld nimmt? Und mir haben GLP-Mitglieder und FDP-Wähler_innen gesagt, dass sie an diese Party gehen wollten.

Ja, es ist auch für solche Leute anscheinend nicht einfach, ihre Linie zu bewahren, wenn es drauf an kommt. Aber dann bitte nicht andere dafür verurteilen. Und man kann schon an eine Welt ohne Grenzen glauben, aber so ist es im Moment halt einfach noch nicht und darum muss man politisch handeln. Also bitte sagt mir nicht, wie ich mich fühlen sollte und wie ich handeln sollte!

Zum politischen Handeln: Die SP hat an den letzten beiden Mittwochen ein Postulat sowie eine Interpellation im Gemeinderat eingereicht und eine Petition unserer Stadtpräsidentin übergeben, welche fordern, dass LGBT als Asylgrund anerkannt wird und LGBT-Geflüchtete bei uns ein sicheres zu Hause erhalten.

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