Spitalversorgung für alle statt für wenige – auch in Zukunft

Portrait von Claudia Nielsen

Vor 5000 Jahren lebten schon Zürcherinnen und Zürcher dort, wo heute das Opernhaus steht, fischten, nähten, handelten, stritten und lachten. Die meisten starben, bevor sie 30 wurden. Heute dürfen Zürcherinnen und Zürcher damit rechnen, weitgehend gesund über 80 zu werden. Der grosse Sprung in der Lebenserwartung ist in den letzten hundert Jahren passiert.

Als Anfang des letzten Jahrhunderts in Zürich Scharlach- und andere Epidemien wüteten, waren es Genossen, die im Zürcher Gemeinderat mit Vorstössen für eine Isolierstation, dem Anstellen von zwei Krankenschwestern für Aussersihl und später für ein Stadtspital die An-stösse für unsere heute umfassende Gesundheitsversorgung legten. Manchmal stiessen sie auf Widerstand des Kantons.

Heute stehen wir wieder vor Weichenstellungen, damit unsere hart erkämpften Stadtspitäler der nächsten Generation verlässlich und zahlbar Behandlungen anbieten können – und zwar allen, unabhängig von der Dicke ihres Portemonnaies und ihrer Lebensform.

Eine grosse Privatklinik auf dem Gebiet der Stadt Zürich hat im Jahr 2015/2016 einen Netto-gewinn von 41.9 Millionen Franken erzielt, während die beiden Stadtspitäler in derselben Zeit einen Verlust von 36 Mio. Franken zu verzeichnen haben. Grund für diese Differenz ist nicht, dass die städtischen Spitäler schlechteres Personal haben, weniger Patientinnen und Patien-ten versorgen oder schlecht wirtschaften. Grund dafür sind zum einen die vielen hochdefizi-tären Fälle, die die beiden Stadtspitäler behandeln – Patientinnen und Patienten, mit denen sich kein Gewinn machen lässt, die grundversichert sind und viele Problematiken auf sich vereinen. Zum anderen wurde der im Jahr 2012 vollzogene Systemwechsel im Kanton Zü-rich so gestaltet, dass die bisherigen Investitionsbeiträge in Darlehen umgewandelt wurden, die verzinst und abgezahlt werden müssen. Unter dem alten System hatten die öffentlichen Spitäler aber keine Möglichkeit, Reserven dafür zu bilden. Die beiden Stadtspitäler bekamen als Verwaltungsabteilungen auch keine Eigenmittel mit auf den Weg. Nein, sie bekamen Schulden, für die sie jedes Jahr mehrere Millionen Zinsen aufwenden. Mit dem neuen Bet-tenhaus sind es nochmals deutlich mehr geworden.

Heute ringen die meisten öffentlichen Spitäler damit, ihre Aufwendungen und Investitionen über die Fallpauschale zu decken. Wer keine Verluste riskieren will, meidet allgemein Versi-cherte – und das sind die meisten von uns – und vor allem betagte PatientInnen, Kinder, Menschen aus schwierigen sozialen Verhältnissen oder solche für die viel übersetzt werden muss. Auch die Zürcher Stadtspitäler müssen haushälterisch mit den Ressourcen umgehen, aber ich will sie in die Lage versetzen, dass sie sich primär am Wohl der Patientinnen und Patienten orientieren können.

Damit dies auch in Zukunft so sein kann, brauchen sie vor allem drei Dinge:

  1. Der Leistung entsprechende Tarife und Abgeltungen – von Weiterbildung der ÄrztIn-nen über hochkomplexe Behandlungen.
  2. Einen Schuldenerlass – siehe oben. Im nächsten Jahrzehnt sollen die Stadtspitäler wieder schwarze Zahlen schreiben können.
  3. Eine gemeinsame Struktur und Organisation – ein Stadtspital an zwei Standorten – so dass aus der ganzen Stadt und darüber hinaus möglichst viele Patientinnen und Patienten im öffentlichen System behandelt werden können. Gerade für Zürich-Nord braucht es eine bessere Abdeckung durch das Stadtspital Waid.

Um dies in die Wege zu leiten, habe ich ein Programm gestartet und der Stadtrat hat neun Eckwerte verabschiedet. Damit will ich Transparenz schaffen und der Politik eine Diskussi-onsgrundlage vorlegen, damit sie definieren kann, wofür wir öffentliche Spitäler wollen und was sie uns wert sind.

Ich setze mich dafür ein, dass auch die nächsten Generationen auf eine starke öffentliche Spitalversorgung zählen können, die sich nicht an der Gewinnmaximierung orientiert, son-dern uns dann beisteht, wenn wir sie brauchen.

Es hat mich überrascht, dass es vor 5000 Jahren ums Opernhaus Menschen gab, die sich mehr, Besseres und Neueres leisten konnten als andere. Das wird auch in den nächsten Jahrzehnten bei uns so sein. Aber wenn es um eine gute medizinische Behandlung geht, will ich mich dieser Unterscheidung in den Weg stellen. Meine Mitarbeitenden und ich werden das von mir gestartete Programm vertiefen und konkretisieren, so dass wir die Aufträge der Politik sinnvoll ausführen können und Mehrheiten für eine Medizin für alle schaffen, auf die auch die nächste Generation zählen kann.

Dafür brauche ich deine Unterstützung, dein Mitdenken und deine Aufmerksamkeit in den nächsten vier Jahren!

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